Brabank
Stara Stocznia
Geschichte
Die Brabank war die Stätte, an der auszubessernde Schiffe umgelegt oder "gebrakt" wurden, um Arbeiten an der Unterseite des Rumpfes durchzuführen. Bereits in der ältesten Danziger Willkür aus der Mitte des 15. Jahrhunderts wurde sie erwähnt: "Nymand sal seyn Schiff bragen oder stortczen anders denne do die bragebank von der stat dorczu gemacht ist bey X gutten marken." Wer also sein Schiff außerhalb dieser Stelle brachte, dem drohte eine Strafe von zehn Mark guten Geldes. Ob die Brabank schon damals an der Stelle der heutigen Straße lag, ist nicht sicher. Eine Urkunde von 1402, durch die den Hakelwerkern gestattet wurde, ihre Schiffe auf dem sogenannten Schild – dem Gelände zwischen der ehemaligen Radaunemündung bei der kaiserlichen Werft, der Mottlau und der heutigen Straße Brabank – ans Land zu ziehen, scheint darauf hinzuweisen. 1520 wird die Brabank in der Ferberchronik an der heutigen Stelle erwähnt. Sie lag teils an der Mottlau selbst, teils zog sie sich am damaligen Eimermachergraben entlang, der in Richtung der heutigen Straße verlief und die Brabank vom gegenüberliegenden Eimermacherhof trennte. Im Laufe der Zeit entstanden hier Wohnhäuser und Gärten, darunter der botanische Garten von Johann Philipp Breyne. Der heutige Name Stara Stocznia bedeutet übersetzt "Alte Werft".