Dominikanerplatz
Dominikański Pl.
Blumentopf
Geschichte
Der heutige Dominikanerplatz ist die Stätte des alten, 1227 gegründeten und mit der damals bereits bestehenden Nikolaikirche ausgestatteten Dominikanerklosters. Es nahm den Raum zwischen Junkergasse und Lawendelgasse einerseits und der Kirche und der rechtstädtischen Stadtmauer andererseits ein. Letztere verlief vom "Kiek in die Kök" quer über den Platz in Richtung auf einen zweiten Mauerturm, den sogenannten "Blumentopf", dessen Standort noch heute durch eine kreisrunde Pflasterung vor der Markthalle kenntlich ist. Der Turm vor dem Kloster erlaubte es, in die Klosterküche zu schauen, und wurde deshalb "Kiek in die Kök" (Guck in die Küche) genannt. Im Laufe der Zeit verfiel dieser Turm immer mehr, Sträucher und kleine Bäume bewuchsen ihn so sehr, dass er in "Blumentopf" umgetauft wurde. Die Tradition, den Mönchen in die Töpfe zu schauen, bewirkte jedoch, dass der Name "Kiek in die Kök" auf den Nachbarturm übertragen wurde.
Während der Belagerung von 1813 brannten die zum Lazarett eingerichteten Klostergebäude nieder, nur die Kirche blieb bestehen. Der wüste Platz diente dann lange als Exerzierplatz. 1881 wurde er eingeebnet, und 1894/96 wurde auf ihm die Markthalle errichtet.