Gertrudengasse
Wilcza
Geschichte
Benannt nach in ihr gelegenem Grundbesitz des Gertrudenhospitals, der erstmals im Erbbuch von 1429 nachweisbar ist. Die Gasse selbst wird dort noch nicht erwähnt; erst 1454 wird sie in einem Zinsregister der Vorstadt genannt, in dem "sunte Gertruden hoff mit dem strateken" aufgeführt wird. Seit der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts ist dann Gertrudengasse die feststehende Bezeichnung. Noch im Jahre 1616 erhielten die Armen auf dem Kirchhof St. Gertruden von einem Erbe in der Gasse einen ewigen Zins von 14 Skot jährlich.
Nach dem Krieg wurde sie in ul. Wilcza (Wolfsgasse) umbenannt, um bereits nach wenigen Jahren von den Karten ganz zu verschwinden. Erst um 2006 taucht sie wieder unter gleichem Namen auf. Die wahrscheinliche Ursache für die Benennung nach dem Krieg: Die Beamten der Umbenennungskommission waren wohl nicht in der Lage, den vierbeinigen vom zweibeinigen Wolf zu unterscheiden.