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Holzraum

n. e.

Geschichte

Als Name für die erst nach Niederlegung der Wälle entstandene Straße wurde die Bezeichnung Holzraum im Jahre 1903 eingeführt. Sie knüpft an den jungstädtischen Holzraum jenseits des die unbebaute Straßenseite einnehmenden Grabens an.

Im Jahre 1402 wurde dieses Gelände der Altstadt zur Anlage eines Holzraumes — eines Lagerplatzes für Brennholz und Bauholz — überlassen. Es war durch einen Graben, der zugleich die Grenze zwischen altstädtischem und jungstädtischem Gebiet bildete und vom Stift zu Aller Engel zur Weichsel führte, von dem jungstädtischen Holzraum getrennt. Letzterer lag ursprünglich auf dem Grund der jetzigen Schichauwerft.

Etwa 1630 erwarben die altstädtischen Brauer und Bäcker zu dem altstädtischen auch den jungstädtischen Holzraum hinzu, dessen Name nun auf den bisherigen altstädtischen Graben überging. Den ehemaligen jungstädtischen Holzraum erwarb 1822 der Fiskus zur Anlage der Lünette Ziethen.

Source(s): Walther Stephan, Die Straßennamen Danzigs, 1911