Irrgarten
Błędnik
Geschichte
An Stelle des Bahnkörpers am Olivaer Tor befand sich ehedem der sogenannte Irrgarten oder die Plantage, ein 1708 angelegter, mit Kastanien bepflanzter Schmuckplatz. Heute erinnert an ihn nur noch der Name der über das Bahngelände führenden Irrgartenbrücke.
Die Zurückführung der Bezeichnung auf das Irrenhaus des benachbarten Lazaretts ist unzutreffend. Der Ausdruck "Irrgarten" ist vielmehr seit dem 16. Jahrhundert für Gartenanlagen mit verschlungenen Pfaden ganz allgemein gebräuchlich.
Im Jahre 1809 erhielt der Platz zur Feier der Vermählung Napoleons I. mit Marie Luise den Namen "Napoleonsplatz". Es ist der erste Fall der heute so beliebten amtlichen Benennung öffentlicher Straßen und Plätze zu Ehren berühmter Männer, die im Übrigen zu der nach ihnen benannten Örtlichkeit nicht die geringste Beziehung haben. Der Name bürgerte sich jedoch nicht ein, auch nicht, nachdem er später in "Friedrich-Wilhelm-Platz" umgeändert worden war. Den Danzigern war halt ihr Irrgarten lieber als unbeirrbare Herrscher.
Nach dem Abriss der Wälle und dem Umbau der gesamten Gegend wurde der Name nur noch für die Eisenbahnbrücke benutzt. Und das ist auch nach dem Krieg so geblieben.