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Kalkgasse

Rajska

Geschichte

Den Anlass zur Entstehung des Namens gab der den Altstädtern 1399 verliehene Kalkofen, der am Ende der Pfefferstadt und der Weissmönchenhintergasse nach der Jungstadt zu lag, also etwa in der Gegend des späteren Bastions Heiliger Leichnam.

Die Bezeichnung Kalkgasse erstreckte sich im 15. Jahrhundert auch auf die Paradiesgasse. Später wurde sie auf die nähere Umgebung des Kalkofens beschränkt, ohne genaue Begrenzung des Geltungsbereichs. Der Name ist seit 1497 in Gebrauch.

Das Erbbuch von 1581 versteht unter dem Namen die heutige Kalkgasse und die nach dem Hansaplatz zu gelegene Seite des Faulgrabens. 1624 wird zur Kalkgasse ausser dieser selbst auch die Strecke der heutigen Strasse am Jakobstor vom Hansaplatz bis Pfefferstadt gerechnet, die sonst Karrengasse heisst (ab 1904 = Am Jakobstor), ferner die spätere Ziezausche Gasse und die heutigen Nr. 12-21 des Kassubischen Marktes.

Der Grund dieser starken Schwankungen liegt wohl darin, dass die Lage des Kalkofens nach dessen Beseitigung allmählich in Vergessenheit geriet, wodurch auch der Strassenname seine sinnfällige Bedeutung verlor. Seit Ende des 18. Jahrhunderts ist der heutige Geltungsbereich des Namens fest.

Nach dem Krieg existierte die Strasse noch einige Zeit unter dem ins Polnische übersetzten Namen ul. Wapienna, um dann im Zuge der Neubebauung der Altstadt mit der Paradiesgasse zusammengelegt zu werden.

Source(s): Stephan, W. Danzig. Gründung und Straßennamen. Marburg 1954, S 60f M. Granke i M. Kuźniak : Informator Miasta Gdańska. Gdynia 1946