Korkenmachergasse
Szewska
Geschichte
1377/78 wurde die Gasse nach dem Marienkirchturm, auf den sie stößt, als "twergasse circa turrim" bezeichnet. 1416 und ebenso 1523 hieß sie Trippenmachergasse, ab 1633 dann Korkenmachergasse.
Trippen nannte man hölzerne, erhöhte Überschuhe, die bei dem meist ungepflasterten Zustand der Straßen im 14. und 15. Jahrhundert ein unentbehrliches Zubehör der Fußbekleidung bildeten. Die Trippenmacher waren die Handwerker, die diese Art von Überschuhen herstellten.
In späteren Zeiten fertigte man solche Pantoffeln aus dem leichteren und weicheren Kork. Der Ausdruck "Kork" bezeichnete dabei geradezu den Pantoffel selbst, indem der Stoff für das daraus Gefertigte stand. So nannte denn Wutstrack 1805 die Gasse auch Korkenmachergasse oder Pantoffelmachergasse.
Da man dieses Produkt aus Kork auch als Pantoffeln ansehen konnte, trägt die Gasse heute, ins Polnische übersetzt, ganz profan den Namen Schustergasse.