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Pfarrhof

Plebania

Geschichte

Die rechtstädtische Handfeste von 1342/43 bestimmte für die Marienkirche und den zugehörigen Kirchhof ein Grundstück von zwei Seilen Länge und Breite. Außerdem sollte die Pfarre selbst mit einem Grundstück vom Umfang einer der größten Hofstätten ausgestattet werden.

Da die Kirche bereits 1271 erwähnt wird, liegt die Vermutung nahe, dass diese Bestimmungen getroffen wurden, als die Marienkirche aus dem Filialverhältnis zur Katharinenkirche ausschied. In den Erbbüchern wird diese Ausstattung des Pfarrers als "locus dotis" (Dotationsgrundstück) aufgeführt. Es wurde begrenzt von den rechtstädtischen Fleischbänken, der Heilig-Geist-Gasse, der Kleinen Krämergasse und dem schmalen Durchgang zwischen dem Pfarrgrundstück und der Kirche.

Auf dem vorderen Teil des Pfarrgrundstückes zur Heilig-Geist-Gasse hin wurde 1678 die Königliche Kapelle errichtet. Gelegentlich wurde auch der Name "Am Pfarrhof" benutzt. Heute bildet der ehemalige Pfarrhof einen Teil der Gasse Plebania, was übersetzt "Pfarrhaus" bedeutet.

Source(s): Stephan, W. Danzig. Gründung und Straßennamen. Marburg 1954, S 126