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Rammbau

Krosna

Alter Baum an der alten Stadt

Geschichte

Bereits zur Ordenszeit bestand an Stelle des Rammbaus ein Damm, der seit der Befestigung der Altstadt in der zweiten Haelfte des 15. Jahrhunderts durch den Stadtwall ersetzt wurde.

Auf einem Plan von 1648 wird die Gegend, ebenso wie das gegenueberliegende linke Radauneufer, "Neuer Rahmbau" genannt -- zur Unterscheidung vom beim Spendhaus gelegenen "Alten Rahmbau". Neben diesen beiden gab es noch einen dritten Rahmbau auf dem alten Schloss, zwischen der Zappengasse und der Kleinen Knueppelgasse. Dieser letztere ist auf einem etwa gleichzeitigen Plan mit der Bezeichnung eingetragen: "Altes Schloss, darin die Rehmen gebauet sind."

Der Name tritt seit 1495 auf. Er geht zweifellos auf denselben Stamm wie die benachbarte Strasse Im Raehm zurueck und bezeichnet einen Platz, auf dem die Tuchmacher ihre Rahmen aufgebaut hatten, um Stoffe entlang der Radaune zum Trocknen aufzuspannen.

Schon 1687 wird der Rammbau auch "Neuer Rahmbau" oder "Alter Baum an der Alten Stadt" genannt. Worauf sich letztere Bezeichnung bezieht, steht nicht fest. Es ist zu vermuten, dass sich hier -- wohl um das Forttreiben der weiter oberhalb bei den Seigen befindlichen Fischkasten zu verhindern -- in der Radaune eine aus einem Balken gebildete Sperre befand. Die gelegentlich noch vorkommende Schreibweise "Rammbaum" bedeutet demnach eigentlich "Baum am Rahmbau".

Der jetzige Kleine Rammbau fuehrte seit dem 17. Jahrhundert die Bezeichnung "Achtern Thun" oder "Hinterm Zaun". Seit 1882/83 wird er als Kleiner Rammbau vom Rammbau im Adressbuch unterschieden.

Source(s): Walther Stephan, Die Straßennamen Danzigs, 1911