Schmiedegang
Kowale
Geschichte
Als Teil des Eimermacherhofes ist der Straßenzug seit Mitte des 18. Jahrhunderts auf Stadtplänen vorhanden. Der Name Schmiedegang selbst kommt erst nach 1814 auf.
Vor 1937 wurde die Gasse in Hufschmiedegang umbenannt, die dort stehenden Häuser wurden jedoch der Großen Bäckergasse als Hausnummer 3 zugeschlagen. Den polnischen Quellen zufolge trug die Gasse nach dem Krieg gleichzeitig zwei Namen: Kowale (Schmiede) und Kuźnia (Schmiede). Der erste Name kann sowohl "eine von zum Dienst verpflichteten Schmieden bewohnte Ortschaft" als auch den Plural des Begriffs "Schmied" bedeuten. Der zweite Name dagegen bezeichnet nur den Wirkungsort eines Schmiedes. Zu diesem eigentümlichen Zustand kam es wahrscheinlich dadurch, dass die Umbenennungen von mehreren unabhängig voneinander tätigen Gremien vorgenommen wurden. Dieser Zustand hielt jedoch nicht lange an, denn nachdem die Ruinen beseitigt waren, verschwand auch diese Gasse.